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Das Tal
Eine Reise in das Tal des Lajos Kassai
dauert lange: etwa 1500 Jahre legt man dabei zurück. Von
Wien aus sind es zwar nur etwa 300 Kilometer. Der letzte
Kilometer ist dabei aber eine grössere Strecke als die 299
davor: Von der Hauptstrasse weg geht's nur 20 Meter auf
einer Seitenstrasse, dann verwandelt sich der Weg in eine
Piste, die im Herbst und Frühling nur mehr aus Schlamm besteht,
im Sommer das Auto mit einer dicken Staubschicht überzieht.
Nach einigen Minuten erreichen wir den Eingang zum Tal und
finden uns auf einem weitläufigen Gelände, auf dem nie weniger
als zehn Pferde frei herumlaufen, an einem kleinen See trinken,
in ihm baden oder sich bei der Scheune unterstellen, wenn
sie vom Regen genug haben. Behütet und bewacht von einem
kleinen Haus auf dem Hügel, dessen Giebel von einem riesigen
Holzpfeil gebildet wird. Im vorderen Teil des Geländes die
Trainings- und Vorführungsbereiche: ein Reitviereck, die
Schwertbahn, Schiessplätze. Vom Eingang aus nicht sichtbar
sind die Wettkampfbahn und die Hallen, genauer gesagt, die
Reithalle und der überdachte Katlan (=Kessel).
Für die Kassai-Schüler ist der Weg hierher
so lange, weil ihre bürgerlichen Existenzen, ihr Heim, ihre
Jobs mit dem Eintritt in das Tal zurückweichen und einem
anderen Teil ihres Selbst Platz machen, das sie nur hier
in Reinheit finden. Aber auch die Besucher, die das Tal
einmal im Monat betreten dürfen, bewegen sich anders als
draussen: Respektvoll und leise, als würden sie einen Blick
in eine andere Welt werfen. Und das tun sie auch. Im Tal
gibt es den Stress der eiligen Gesellschaft draussen nicht.
Jede Menge Eile und sehr viel Arbeit, anstrengendes Training
und eine strenge Hierarchie. Die Frauen und Männer aber,
die sich diesem Stress unterwerfen, arbeiten an sich selbst
und wissen das. Deshalb gibt es hier auch keinen Neid und
keinen Eigendünkel, jeder sucht seinen Platz und versucht,
ihn zu hundert Prozent (und von Innen) auszufüllen.

Aus dem Informationsblatt, das die Besucher
der offenen Tage erhalten:
Unsere Adresse:
Kassai Kft. Kaposmérö 7521 Rákóczi u. 122.
Telefon/Fax: 0036-82-477-061
Internet: www.horsebackarchery.com
E-Mail: kassai.l@horsebackarchery.com
Was Sie im Tal finden:
Das Gebiet des Tals erstreckt sich auf
steilen Hügeln über 15 Hektar. Der grösste Teil davon ist
Weideland, daneben finden sich einige kleine Seen und Waldstücke.
Bogenschiessen
- Überdeckter Schiessplatz (Pavillon).
Schussdistanz 30 Meter auf ebenem Gelände
- Schiessplatz für verschiedene
Distanzen: 20 - 30 - 40 - 50 Meter
- Schiessplatz in der Scheune (für
das Training des Schnellschiessens)
- Schiessplatz mit Schwungziel
- Schiessplatz mit bewegtem Ziel
("laufendes Wild")
- Schiessplatz für das Schiessen
auf geworfene Scheiben (mit 5 m hohem Erdwall)
- Feldparcours mit 14 Zielen
Reiten
- 12 Pferde, die speziell für das
Bogenschiessen ausgebildet wurden. Die Hengste und Wallache
sind sämtlich ungarischer Abstammung.
- Aussenreitplatz: 20 x 60 m mit
einem 4 m hohen Erdwall auf der langen Seite
- Reithalle: 20 x 60 m mit einem
6,5 m hohen Erdwall auf der langen Seite und gegenüber
dem Eingang
- 70 m lange Schwertbahn mit 11
Schlagzielen
- 1,5 km lange Feldbahn
- 3 m tiefer See, um das Überqueren
von Gewässern mit dem Pferd zu trainieren
Bogenschiessen vom Pferd
- Wettkampfbahn mit elektronischer
Zeitmessung
- Katlan - 130 m lange überdeckte
Bahn mit einem 5 m hohen Erdwall und 13 beweglichen Scheiben
für die verschiedenen Übungen im Bogenschiessen vom Pferd
Überdies finden Sie im Tal:
- Eine 160 Jahre alte kasachische
Jurte von musealem Wert
- Einen Speisesaal für 40 Personen,
der auch für andere Zusammenkünfte Verwendung findet
- Gymnastikplatz: Reck, Barren,
ein höhenverstellbares Übungspferd, um das Aufsitzen zu
lernen, ein drehbares Übungspferd für Schiessübungen,
ein Übungspferd auf einer Kreisbahn mit einem Durchmesser
von 10 Metern für Schiessübungen (in erster Linie für
das Unterrichten von Kindern).
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